Le Tour de France newsletter, Nr. 8, 1. September 2005
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http://www.le-tour.net

Bonjour und Guten Tag!

anbei unser monatlicher Newsletter für Euch Frankophile dort draussen, wo immer Ihr Euch auch grade aufhaltet.

Wie jeden Monat gibt es hier die Daten meiner "Franzosen-Disco", CD-Tipps, Konzertdaten französischer und
frankophoner Acts und mehr. Wie immer unvollständig und rein subjektiv, versteht sich.

Wenn Ihr diesen monatlichen Newsletter nicht mehr bekommen möchtet, dann bitte einfach eine Rückmail: unsubscribe@le-tour.net.

Wir sehen uns, alles Gute und à bientôt


Thomas Bohnet

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Inhalt

1. Termine TOUR DE FRANCE
2. Sampler « LeTour Volume 2 »
3. Neue Franzosen-Cds
4. Franzosen-Acts live
5. Meine Playlist


1. Tour de France Termine
Hier die bereits feststehenden Daten der nächsten Monate: Die Termine findet
Ihr auch unter www.le-tour.net

In München gibt es die TOUR DE FRANCE bereits seit Mai 2000. Nachdem das
zuerst im legendären Club 2 über die Bühne ging, finden die Parties nun seit
drei Jahren einmal im Monat ­ immer der erste Freitag im Monat!!! ­ im Café
der Muffathalle statt. Co-DJ ist dort meist DJ Leakim alias Mikael Bourdon.
Manchmal haben wir auch die Halle als zweiten Floor dazugemietet.
In Berlin steigen die Parties seit September 2003 einmal im Monat im Roten
Salon in der Volksbühne (für Auswärtige: am Rosa-Luxemburg-Platz).



Fr 02. September 2005 München, Muffat-Café, Etappe 64
Sa 24. September 2005 Berlin, Roter Salon, Etappe 25


Fr 07. Oktober 2005 München, Muffat-Café, Etappe 65
Sa+So 08.+09.Oktober 2005 Köln, Olivandenhof, Ski France, Sa 14-19 Uhr, So 13-18 Uhr, Eintritt frei !
Sa 20. Oktober 2005 Stuttgart, Schocken (im Rahmen der Französischen Woche)
Fr 28. Oktober 2005 Erlangen, E-Werk, ab 22 Uhr
Sa 29. Oktober 2005 Berlin, Roter Salon, Etappe 26, Grosse Party 2 Jahre TDF in Berlin, mit Special Live Guests!!!
Fr 04. Novemer 2005 München-Muffat-Café, Etappe 66
Sa 05. November 2005 Saarbrücken, Garage
Fr 25. November 2005 Berlin, Roter Salon, Etappe 27 (ausnahmsweise an einem Freitag !)
Fr 01. Dezember 2005 München, Muffat-Café, Etappe 67
Sa 10. Dezember 2005 Berlin, Roter Salon, Etappe 28

2. "LeTour Volume 2"
Seit Anfang 2005 steht unser zweiter "Franzosen-Sampler" LeTour ­ The Best
In French Altenative Music (der Untertitel hätte auch heissen können: das
Beste des Jungen Frankreichs oder ähnlich) endlich auch in den Läden.
Musikalisch ähnlich gelagert wie Volume 1 wird Euch, wenn Ihr den ersten
gemocht habt, auch die zweite CD überzeugen. Versprochen! Mit dabei: Cali,
Romeo, Kana (Plantation), Tarmac, Mickey 3d, Paris Combo, Sanseverino.
Phonoboy, Florent Marchet, Nada Surf und vielen andere.
Den Sampler gibt es natürlich auch bei den Parties.
Inzwischen gibt es beide Sampler übrigens auch bei Zweitausendeins!
In folgenden Städten gibt es die CDs auch in den von mir empfohlenen Läden
zu erstehen ­ support your local record dealer!!
MÜNCHEN ­ Resonanz (Auenstrasse) und Optimal (Kolosseumstrasse)
BERLIN ­ Scratch (Zossener Strasse)
KONSTANZ ­ Studio 1 (Am Schnetztor)

3. Neue Platten aus der französischen/francophonen Szene
Camille: Le fil (Labels, 19.9.)
Camilles wunderschönes, hier bereits vorgestelltes, zweites Album wird nun
doch auch in Deutschland erscheinen.
Hier meine Kritik für das Schweizer "LOOP" 8/2005:
Wer sich im vergangenen Jahr wie ich auch vom Pariser Projekt Nouvelle
Vague, jenem Versuch die Hits der Punkzeit in den Bossa Nova zu übertragen,
begeistern liess und die liner notes im Album aufmerksam las, dem begegnete
die Pariser Sängerin Camille als Interpretin der meisten Songs. Wobei die
26jährige damals auch live begeisterte. Doch die heute 27jährige trat
schon 2002 mit dem sehr schönen Debütalbum "Le Sac des filles" in
Erscheinung. Dort zeigte sich die studierte Politikwissenschaftlerin,
Tänzerin, Schauspielerin und Sängerin als eine der spannendsten neuen
Vertreterinnen des Nouvelle Chanson. Die Kölner Kollegen von Le Pop erahnten
das und packten einen Song von ihr auf "Le Pop 2".Das zweite Album "Le fil"
("Der Faden") nun wiederum - und das finde ich sehr bemerkenswert ­ setzt
nicht beim Vorgänger an, sondern ist komplett anders. Ein künstlerischer
Mut, der in Frankreich vergoldet worden ist; das Album ging dort bis auf
Platz 8 der Charts hoch. Wobei "Le Fil" auf`s erste Ohr eigentlich gar nicht
so zugänglich ist. Es gibt keine typischen Hits, gut abgesehen vom
minimal-funky Track "Ta douleur" vielleicht, das man sich remixt als
veritablen Hit vorstellen könnte. Sonst zeichnet sich das Album durch sehr
feine Soundideen, kleine Nettigkeiten, Experimentelles aus. Camille bedient
nicht die Klisschees und ist eben nicht die typische französische Sängerin,
die zu zuckriger, ohrwurmiger Musik erotisch haucht. Wobei sie das durchaus
auch kann. Stattdessen wirklich sehr vielseitige, interessante Chansons, die
durchaus auch mal zuckrig und ohrwurmig sein dürfen. Mehr auch unter
www.camille-lefi.com
tb

Keren Ann: Nolita (Capitol/EMI, 12.9.2005)
Das vierte Album von Keren Ann Zeidel, so ihr ganzer Name, wird nun endlich
Anfang September auch in Deutschland veröffentlicht werden. "Nolita" ist die
fünfte Platte der 30jährigen, zählt man ihr gemeinsames Projekt mit dem
Isländer Bardi Johannson (von Bang Gang) hinzu, ein Album, das die Beiden
unter dem Namen Lady & Bird eingespielt haben. "Nolita" ist für mich ihr
zweitbestes Werk, nach dem Masterpiece "La disparation", ihrem zweiten Album
aus dem Jahr 2002. Ihr ebenfalls in Deutschland vor zwei Jahren
veröffentlichtes Album "Not Going Anywhere", wo Keren Ann ausschliesslich
englisch singt (darunter auch einige variierte Stücke von "La disparation"
ging hierzulande leider, trotz vieler guter Kritiken, fast völlig unter.
Wobei die vielseitige Songschreiberin auch in Frankreich nicht den Ruhm
geerntet hat, den sie eigentlich verdient. Inzwischen hat man vor allem auch
in den USA die Sängerin entdeckt und die deutsche Filmemacherin Doris Dörrie
hat für ihren jüngsten Film einige Lieder von Keren Ann ausgewählt. Keren
Anns Stücke sind eher ruhigere Angelegenheiten, zart und zerbrechlich wie
ihre Stimme, melancholisch-traurig in der Grundstimmung. Hier ist sie einer
grossen Vorgängerin, als deren legitime Nachfolgerin sie gilt, sehr ähnlich:
Françoise Hardy. Die Ikone der französischen Popmusik, inzwischen bereits
auch schon über 60, hatte in den Sechziger Jahren auch in Deutschland einige
Hits. Diese Verbindung wird auch bei den Tracks auf "Nolita" deutlich. Dort
singt Keren Ann nun sowohl französisch als auch englisch. Das macht bei der
vielseitigen weltgewandten Musikerin durchaus Sinn, ist seit ihrem elften
Lebensjahr in Paris lebende Musikerin mit russisch-israelisch-holländischen
Wurzeln doch von Hause aus Kosmopolitin. Wie vielseitig diese Platte voll
"zweisprachigem, kammermusikalischen Pop" (Rolling Stone) ist, zeigen Stücke
wie das himmlische Titelstück, der sanfte, mit Mandoline und Mundharmonika
instrumentierte Country "Chelsea Burns" und das chansonhafte Jahrmarkt-Stück
"Midi dans le salon de la Duchesse". Die wahre Schönheit dieses Prachtwerkes
entfaltet sich erst nach wiederholtem Hören! Keren Ann schafft es mühelos
das französische Chanson mit internationalem Pop zu verbinden, wobei einem
da Namen wie Blur, Belle & Sebastian oder die melancholischeren Velvet
Underground (ohne Lärmattacken) einfallen. Auch hier ähnelt sie der grossen
Françoise Hardy, die damals und heute mit Chanson und internationalem Pop
spielt.

Fans von Benjamin Biolay dürften Keren Ann Zeidel schon länger kennen, war
sie doch lange Zeit Ko-Autorin des jungen französischen Chanson-Stars. Mit
Keren Ann hat Biolay zum Beispiel vor sechs Jahren Lieder für das
Comeback-Album des französischen Altstars Henri Salvador geschrieben.
Gemeinsam hat man dem 83jährigen den Hit "Jardin d`Hiver" auf den Leib
geschneidert, den sogar Keren Ann auf ihrem hübschen Debüt "La Biografie de
Luka Philipsen" zuerst aufgenommen hatte. Für jenes Album als auch für Keren
Anns Meisterwerk "La Disparation" (2002) ­ ein sensationell schönes
Chanson-Album ­ hat Monsieur Biolay ebenfalls gearbeitet.

High Tone: Wave Digger (Jarring Effects/PIAS)
Neues Album der Band aus Lyon. Hier meine Kritik aus dem Schweizer "Loop" 8/2005:
Lyon ist so etwas wie die Dub-Elektro-Hauptstadt Frankreichs, scheint es.
Kommen von dort doch auch die grossartigen Le Peuple de l`herbe. "Wave
Digger" ist wohl das zweite Album der Posse, wobei ich das Debüt "Acid Dub
Nucleik" von 2002 leider nicht kenne (das wird dieser Tage übrigens auch
hierzulande veröffentlicht). Die Fünf von High Tone laden hier auf eine
Reise in ihren, drogengeschwängerten (?) Musikkosmos ein. Wobei das
Besondere an der Band wohl ihr fast hemmungsloser Ekklektizismus ist, will
heissen, hier wird gnadenlos zusammengebracht, was nicht immer
zusammengehört. Zappeligster Drum & Bass (sagt man das heute noch?) trifft
auf entspannten Dub, tibetische Zimbeln kollidieren mit Passagen
elektronischer Musik, poppige Melodien prallen auf krude Rhythmen. Wobei
High Tone auf überwiegender Strecke ein interessantes Album vorlegen, dessen
Facettenreichtum man erst nach vielem Hören entdecken wird. Angeblich soll
die Band auch live sehr gut sein, was man am 1.9. in Genf (L`Usine) und am
2.9. in Bern (Reitschule) und am 3.9. in Zürich (tba) nachprüfen kann, wo
man gemeinsam mit Le Peuple de l`herbe (die sind live richtig gross!) und
Mei Tei Sho unter dem sinninge Motto Lyon Calling auftritt.
tb

VA: Ich möchte ein Eicher sein (Poor Records/Al!ve, VÖ: 28.09.2005)
Wunderschöne Compilation, die dem Schaffen der Schweizer Gebrüder Eicher
huldigt. Während Stephan Eicher seit gut zwanzig Jahren eine echte Grösse in
Frankreich ist und auch hierzulande auf eine feste Fanbasis blicken darf,
hat Bruder Martin seit den gemeinsamen Tagen mit ihrer Band Grauzone
musikalisch nichts mehr gemacht. Schade eigentlich, wird Stephan in
Interviews niemals müde zu behaupten, sein Bruder sei eigenlich immer der
bessere Musiker gewesen. 1981 landeten die Gebrüder mit "Eisbär" einen
echten Hit, den ich auch heute noch für einen der besten deutschsprachigen
Popsongs halte. Auf "Ich möchte ein Eicher sein" hören wir nun junge
Schweizer MusikerInnen, die sich an Neubearbeitungen der allten
elektro-poppigen Eicher-Kompositonen versuchen. Wobei die meisten
Interpreten uns hierzulande nichts sagen werden ­ das macht aber nichts,
denn die meisten Stücke dieser in der Schweiz schon vor einem halben Jahr
ertschienenen Platte sind wirklich grossartig. Am bekanntesten sind
vielleicht die franzöischen Gäste auf dieser Platte: Der Pariser
Elektro-Produzent Avril, der zusammen mit der Sängerin Eve eine ätherisch
schwebende, Twin-Peaks-artige Fassung vom Eisbären abliefert oder die
Technokraten Readymade FC, die mit ihrer Fassung vom Eisbären den Sampler
beschliessen. Der Eisbär wird mit 3 Stücken am öftesten bearbeitet. Gefolgt
vom fantasichten "Les filles du Limmatquai", einem frühen Hit von Stephan
Eicher solo. Die Hommage an die Mädels am Ufer des Zürcher Flusses Limmat
gibt es hier vom Genfer alias Love Motel (klasse 80s Produzent, von dem man
demnächste noch mehr hören wird!!!) und von den Tweak. Weitere Highlights:
die Zürcher Seelenluft mit "Mininminiminijupe", der Franzose Balduin mit
"Filmserie Nr. 3" und die Magicrays mit einer schönen Slow-Fassung von "La
chanson bleue", das wie die Filles du Limmatquai auf Stephan Eichers ersten
Soloalbum zu finden war.

Karin Clerq: Aprés l`amour (PIAS)
Zweites Album der gelobten belgischen Sängerin, das ich besser finde als
ihr etwas überschätztes Debüt von 2002, "Femme X".
Hier meine Kritik in der SPEX 9/2005:
«Charmant maison célibataire, cherche locataire de caractère». « Charmantes
alleinstehendes Haus sucht Mieter mit Charakter », Karin Clercq liebt die
Metaphern, die auch mal als fiktive Anzeige einen Refrain bilden, wie im
wunderbaren "À louer", dem rockenden Chanson der Belgierin. Metaphern, die
sich meist sehr schön um die Liebe schlingen, verlassen sein oder das
Verlassen thematisieren, dabei nur selten platt erscheinen. Wo ein Stück wie
der hübsche opener "Sur le fil" regelrecht metaphernschwanger daherkommt,
bleibt das selbstbewusste "Je suis à toi"("Ich bin Dein") knapper. Wie ihr,
von der Kritik gefeierter, etwas überschätzter Erstling, "Femmes X",
changiert die 32jährige auch auf dem zweiten Album zwischen französischem
Chanson, Pop und Rock, wobei der eine oder andere Song echtes Hitpotential
hat. "Chaqun son tour" ("Jeder ist mal dran") schleicht sich ebenso zwingend
ins Ohr, wie das bereits erwähnte "Je suis a toi", das mit einer prägnanten
Melodie angenehmst rockt, oder das schöne Cover des Moustaki-Chansons "Dire
qui`l faudra mourir un jour" ("Ach, dass wir eines Tages sterben müssen").
Mit weicher, etwas angerauter Stimme singt sie sich durch die
selbstgeschriebenen, mit dem aus dem Umfeld des bretonischen Rockstars
Miossec kommenden Coautor Guillaume Jouan umgesetzten Stücke. Karin Clercq
macht erst seit drei Jahren Musik, war früher Schauspielerin und Model.
Insofern ist die Belgierin typisch für viele ihrer Altersgenossinnen. Kommen
doch auch Julie Delpy oder die grandiose Jeanne Balibar (die mit Abstand
beste singende Schauspielerin!) aus dem Darstellerfach, modelte die auch
hierzulande erfolgreiche Carla Bruni früher. Wie die Bruni kann auch Karin
Clercq hauchen und gelingen ihr kleine Popoden, gegenüber der
erfolgreicheren Kollegin steigt sie aber gerne auch etwas tiefer in den
Rock und wird etwas dunkler, ohne gleich ganz düster wie die Balibar zu
klingen. Weniger experimentell als Françoiz Breut (deren neue Platte soll
vermutlich auch in Deutschland herauskommen) oder auch die wunderbare
Camille (deren grossartiges Werk "Le fil" auch diesen Monat den Rhein
überschritten hat) hat sie vermutlich mehr Potential in die Breite, ist sie
mainstreamtauglicher. Was keinesfalls negativ gemeint ist. Sehr hübsches
Album!
Thomas Bohnet

Various Artists: French Cuts 3 (Panatomic/Indigo, VÖ: 10.10.2005)
Martin Hemmel schlägt wieder zu. Dritter Streich der exzellenten Reihe mit
Tracks aus der französischen Sixties-Szene. Neben bekannten Hits fördert der
DJ des Münchner Atomic Cafés immer wieder auch echte Raritäten zutage. Wie
hier etwa die (gesungene) französische Filmmusik der deutschen
60s-Kult-Science-Fiction-Serie "Raumpatrouile Orion". Mehr zu French Cuts 3, im nächsten Newsletter.

Various Artists: Le Pop 3 (Le Pop Musik/Groove Attack, VÖ: 04.10.2005)
Françoiz Breut: Une saison volée
Mathieu Boogaerts: Michel
(beide Le Pop Muisk/Groove Attack, VÖ; 17. Oktober 2005)

Grossoffensive unserer geschätzten Kölner Kollegen. Die beiden Leute von Le
Pop, Rolf Witteler und Oliver Fröschke, veröffentlichen im Oktober gleich
drei Hochkaräter. Neben dem dritten (eigentlich ja vierten, zählt man Le Pop
en duo dazu) Teil ihrer Le-Pop-Reihe, haben sie sich auch die Rechte der
wunderbaren neuen Platte der Bretonin Françoiz Breut (hatten wir hier schon
mal vorgestellt) sowie das neue Werk von Monsieur Mathieu Boogaerts
gesichert. Mehr zu allen drei Platten im nächsten Newsletter.

Bertrand Burgalat: Portrait Robot (Tricatel/Hit Thing Records/Indigo, VÖ: 24.10. 2005)
Das zweite Album des Pariser Produzenten, Musikers, Arrangeurs,
Tausendsassas wird kurz nach seiner Veröffentlichung auch in Deutschland
erscheinen. Mehr dazu im nächsten Newsletter

rinoçérose: Schizophonic (V2, VÖ; 26.09.2005)
Neues Werk französischen House-Rock-Funk-Band. Mehr dazu im nächsten
Newsletter.

Mr. Oizo/Quentin Dupieux: Moustache (Half Scissor), F Communications/Pias, VÖ: 19.09.2005)
Neues Album vom lustigen House-Puppen-Produzent, wir erinnern uns an die
gelbe Jeanswerbungs-Puppe Flat Eric (1999). Mehr dazu im nächsten
Newsletter.

Auch u.a. jüngst erschienen und hier schon vorgestellt

Mickey 3d: Matador (EMI, Import)
Pascal From Bollywood: dito (Naive, Nuzz.com)
Kana: Entre Frères (Beatscience/Peacelounge/Al !ve)
Various Artists: So Young But So Cold ­Underground French Music 1977-1983 (Tigersushi/Import)
Orwell: Archipel (Apricot Records)
Jérome Minière:..chez Herri Kopter (Le Pop Musik/Groove Attack)
Samir Essahbi & Rai-X: Ne plus te croire (Sound Service Schweiz/Import)
Colder : Heat (PIAS)
M83 : Before The Dawn Heals Us (Labels/EMI)
Yann Tiersen: Les Retrouvailes (Labels France)
Amadou & Mariam: Dimanche à Bamako (Warner Music)
Pauline Croze: dito (Wagram
Tryo: De Bouches à Oreilles ­Live (Salut/Sony
Rubin Steiner: Drum Major! (RCA/BMG)
Sandrine Kiberlain: Manquait plus qu`ça (Virgin France)
Phonoboy : Très chic, trashig (Redwinetunes/RTD,)

4. Franzosen-Acts live auf Tour
Einen schönen Überblick über die Konzerte französischer und frankophoner
Acts bietet die Seite des Berliner Exportbüros: www.french-music.org/concerts

Lyon Calling mit Le Pepule de l`Herbe, High Tone und Mei Tei Sho
Starker Dreier aus Lyon, wobei vor allem die Le Peuple de l`Herbe mit ihrem
Dub-Reggae-Rap-Electro sehenswert sind. Auch High Tone versprechen einiges.
Mei Tei Sho sind hierzulande noch unbeschriebene Blätter. Mehr Infos zur
Tour unter www.lyoncallingtour.org
01.09. CH-Genf, L`Usine
02.09. CH-Bern, Reitschule
03.09. CH-Zürich, tba
13.09. München, Muffathalle
14.09. A-Wien, Arena
18.09. Berlin-Kesselhaus
19.09. Hamburg-Fabrik
21.09. Düsseldorf, Zakk
02.10. Stuttgart, Zapata
03.10. Karlsruhe Tollhaus

Tinariwen
Famose Wüstenrocker aus Mali.
07.09. Darmstadt, Centralstation
08.09. Hameln, Niedersächsische Musiktage
09.09. Buxtehude, Niedersächsische Musiktage
10.09. Isernhangen, Niedersächsiche Musiktage
11.09. Nürnberg, Hirsch

Phonoboy
Münchens French-Pop-Party-Powerkapelle auf Tour. Immer noch aktuell: ihr
schönes Album "Trés chi, trashig".
10.09. München-Backstage
19.10. Augsburg-Kerosin
22.10. Memmingen-Grünes Haus
26.11. Ingolstadt ­ Rote Raupe Party

Benjamin Diamond
Ihn kennen alle französischen House-Fans, ist es doch seine Stimme, die
Stardusts Hymne "Music Sounds Better With You" versüsste. Mit seinem zweiten
Soloalbum hat der Franzose ein schönes Songwriter-Album gemacht.
16.09. München-Muffatwerk-Ampere
17.09. Heidelberg, Halle 2
19.09. Berlin, Knaack
20.09. Münster, Gleis 22
22.09. Köln, Prime Club
24.09. Erlangen, E-Werk

Popkomm
Obwohl die diesjährige Popkomm (Berlin, 14.-16.9.) im Zeichen der spanischen
Popszene steht, haben sich etliche interessante Franzosen-Acts live
angesagt. Wobei blöderweise die meisten der Bands/Musiker genau am 16.9.
teilweise gegeneinander antreten: zu sehen sind u.a. Tetes Raides, Françoiz
Breut, Mathieu Boogaerts, Troy von Balthazar, Toma, Jerome Minière, The
Patriotic Sunday und The Sunday Drivers. Mehr Infos und das komplette
Programm unter www.popkomm.de

Amélie-les-crayons/Les Fouteurs de Joie (feat. Tom Poisson)
Doppelkonzert mit der Sängerin Amélie und ihren Buntstiften sowie der Band
Les Fouteurs de Joie, in deren Reihen sich der grossartige Tom Poisson
befindet, dessen formidables Debütalbum ich an dieser Stelle auch
bereits abgefeiert habe. Mit den Fouteurs de Joie macht Tom Poisson aus
Java, Walzer und Musette lustige Chansons, die auf die Beine und ins Herz
zielen. Kommen diese Herren aus Paris, so stammt Sängerin Amélie aus Lyon,
wo sie zuerst die örtölichen Bars unsicher gemacht hat, ehe sie mit ihrer
Band bis ins ferne Quebec getourt ist.
26.09. Saarbrücken-Funkhaus Halberg, Sendesaal (im Rahmen der Reihe Bistrot
Musique). Infos unter www.sfg-chanson.de

Camille
Die wunderbare französische Sängerin ­ siehe CD-Kritik ­ mit einem
exklusiven Konzert im kleinen Kölner Studio 672 im Stadtgarten. Hingehen!!!
02.10. Köln, Studio 672

Keren Ann
Live immer ein Erlebnis. Eigentlich ist sie die legitime Erbin von Françoise
Hardy. Zart, sanft meist die Songs/Chansons. In Bourges wurde sie unlängst
von einem Streichorchester begleitet. Der Aufwand ist in Deutschlnad leider
nicht zu bezahlen, aber auch mit kleiner Band sollte das spannend sein. Im
September erscheint das jüngste Album der 31jährigen, "Nolita" endlich auch
in Deutschland:siehe auch CD-Tipps. Mehr Infos zur Tour bei den Kollegen
unter www.bseliger.de und bei www.kerenann.com
17.10. A-Wien, WUK
19.10. Leipzig, NATO
2010. Hamburg, Fabrik
21.10. Berlin, Arena Glashaus
23.10. Stuttgart, Theaterhaus
24.10. Heidelberg, Karlstorbahnhof
25.10. Frankfurt, Mousonturm Studio

Amadou & Mariam
Blindes Musikerpaar aus Mali, deren feines neues Album von Manu Chao
produziert worden ist.
28.10. München, Muffatahlle

5. Meine Playlist: Nicht nur französisches

Art Brut: Bang Bang Rock and Rolll....vergesst Block Party, Franz Ferdinand
& Co. Art Brut sind das zur Zeit Beste von der Insel!

Rita Lee: Build Up....Wiederveröffentlichung eines Albums von 1970 der
brasilianischen Sängerin, die einst auch bei den legendären Os Mutantes aktiv
war. Zwischen Samba, Bossa Nova und internationalem Pop. Mit einer schönen
Coverversion von "Joseph" von Georges Moustaki. Sehr eigen. Klasse!

Malcolm Middleton: Into The Woods...eine der Hälfte der schottischen Arab
Strap mit einem sehr schönen Pop-Album, voller eingänigiger kleiner Juwelen.

The Movement: Revolutionary Sympathies....starkes Trio aus Dänemark mit
sozialistischen Songs zwischen Punk im Stile der Clash und Modrock à la Jam.
Erinnern mich manchmal auch an die guten alten Redskins!

Mickey 3d: Matador....sehr feines, viertes Album des Trios aus St. Etienne

Dwight Yoakam: Blame The Vein....der Country-Hero mit starkem Comeback

Florian Horwath: We Are All Gold...sehr charmanter Hippie aus Wien

St.Thomas: Children Of The New Brigade.......der Ex-Posbbote aus
Bergen/Norwegen mit Indiepop und Contrysongs

Die Türen: unterwegs mit Mother Earth..ganz gute Deutsch-Pop-Band mt
NDW-Einflüssen und Prince-Funk-Bezug

Stars: Set Yourself On Fire.....City Slang-Chef Christof Ellinghaus hat sich
von den Konzern-Fesseln des Multis EMI gelöst und sein Kult-Label
wiederbelebt. Stars sind eine klasse neue Band aus Montreal.

Richard Hawley: Coles Corner....pathosschwangerer, grosser Pop des einstigen
Pulp-Mitstreiterts..auch live vorzüglich..im Oktober auf Tour..

Chikinki: Lck Your Ticket.....nette britische Popband..

The Walkabouts: Acetylene..alte Lieblinge...wiedererstarkt....

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Thomas Bohnet
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