Le Tour de France newsletter, Nr. 9, 4. September 2006
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http://www.le-tour.net

Bonjour und Guten Tag!

anbei mein monatlicher Newsletter für Euch Frankophile dort draussen, wo
immer Ihr Euch auch grade aufhaltet. Wie jeden Monat gibt es hier die Daten
meiner "Franzosen-Disco", CD-Tipps, Konzertdaten französischer und
frankophoner Acts und mehr. Wie immer unvollständig und rein subjektiv,
versteht sich.

Ganz frisch, Hier zuerst die grosse, für mich wichtigste Neuigkeit. Endlich
hat es geklappt: die TOUR DE FRANCE holt die beste französische Rockband
DIONYSOS exklusiv für ein Livekonzert nach Berlin. Die aus Valence
stammende, sensationelle Liveband tritt am 21. September bei einem
TDF-Special im Rahmen der Popkomm im Roten Salon in Berlin auf. Und wir
setzen noch einen drauf: mit dabei an diesem Abend ist kein Geringerer als
KATERINE mit seiner Band. Mehr dazu weiter unten Punkt 3!

Wenn Ihr diesen monatlichen Newsletter nicht mehr bekommen möchtet, dann
bitte einfach ein kurzes Rückmail: unsubscribe. Wer die Tour de France
booken möchte. Anfragen/Angebote bitte an thomas@target-concerts.de oder
089-22 83 660. Sonst freue ich mich auch, wenn Ihr die TOUR DE FRANCE weiterempfehlt. Danke!


Wir sehen uns, alles Gute und à bientôt


Thomas Bohnet

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Inhalt

1. Termine TOUR DE FRANCE
2. Sampler « LeTour » Volume 3
3. Dionysos in Deutschland !!!
4. Neue Franzosen-Cds
5. Verlosung: Charlotte Gainsbourg 2x
6. Franzosen-Acts live
7. Buch-Tipp
8. Playlist

1. TOUR DE FRANCE Termine
In München gibt es die TOUR DE FRANCE bereits seit Mai 2000. Nachdem das
zuerst im legendären Club 2 über die Bühne gegangen ist, finden die Parties
nun seit drei Jahren einmal im Monat – immer der erste Freitag im Monat!!! –
in der Muffathalle statt. Co-DJ ist dort meist mein junger bretonischer
Kollege DJ Leakim alias Mikael Bourdon.
In Berlin steigen die Parties seit September 2003 einmal im Monat im Roten
Salon in der Volksbühne (für Auswärtige: direkt am Rosa-Luxemburg-Platz).
Andere Städte zwischen Konstanz und Saarbrücken, Erlangen, Frankfurt, Zürich
und Wien stehen unregelmässig auf dem Programm. Wer die Tour de France
booken möchte. Anfragen/Angebote bitte an thomas@target-concerts.de oder
089-22 83 660.

Fr. 06. Oktober 2006, München, Muffat-Ampere, Etappe 77, 22 Uhr (mit Co-DJ
MIkael Bourdon). Hier gibt es ein paar Schnappschüsse von der letzten TDF im Ampere zu sehen.
Sa. 14. Oktober 2006, Regensburg, Leerer Beutel, 22 Uhr
Sa., 28. Oktober 2006, Berlin, Roter Salon, Etappe 38, 3 JAHRE TOUR DE France in Berlin
Fr. 03. November 2006, München-Muffat-Ampere, Etappe 78, 22 Uhr (mit Co-DJ Mikael Bourdon)
Fr. 10. November 2006, Luxemburg-City, d :qliq, 21 Uhr
Sa. 11. November 2006, Saarbrücken, Hellmut, 21 Uhr
Sa., 18. November 2006, Berlin, Roter Salon, Etappe 39, 24 Uhr
Sa., 25. November 2006, Erlangen, E-Werk
Fr. 01. Dezember 2006, München, Muffat-Ampere, Etappe 79, 22 Uhr (mit Co-DJ Mikael Bourdon)
Sa. 16. Dezember 2006, Berlin, Roter Salon, Etappe 40, 24 Uhr

2. "LeTour" CDs

Gegenwärtig arbeiten Labelboss Christian Arndt, Local-Manager Frank Esser
und ich an Volume 3 des Samplers. Die CD soll im Oktober 2006 bei Local
Records/Peacelounge erscheinen. Das Tracklisting steht, gegenwärtig werden
die Rechte abgeklärt. Was sich diesesmal auf Grund unglaublicher
bürokratischer Hindernisse teilweise recht schwierig darstellt. Bereits
bestätigt sind Stücke folgender Acts: Anais, Babylon Circus, Olivia Ruiz,
Dionysos, La Rue Ketanou, The Lovers, Phonoboy, La Position Du Tireur
Couché, Rachid Taha, Sinsemilia..............Im nächsten Newsletter gibt es
dann mehr Neuigkeiten dazu.

In folgenden Städten gibt es die CDs auch in den von mir empfohlenen Läden
zu erstehen – support your local record dealer!!
MÜNCHEN – Resonanz (Auenstrasse) und Optimal (Kolosseumstrasse)
BERLIN – Scratch (Zossener Strasse)
KONSTANZ – Studio 1 (Am Schnetztor)

3. Dionysos und Katerine live
TOUR DE FRANCE, ROTER SALON, BUREAU EXPORT und TARGET CONCERTS GmbH präsentieren:
DIONYSOS
KATERINE
+DJ Thomas Bohnet
Grossartiges Double-Feature mit zwei der besten französischen Acts.
Mit Dionysos präsentieren wir die zur Zeit beste Rockband Frankreichs mit
einem exklusiven Auftritt in Deutschland! Der 37jährige Philippe Katerine
ist neben Dominique A die zentrale Figur der jungen französischen Pop-Szene,
der Nouvelle Scene. Beide Acts verbindet auch, dass sie vor einigen Jahren,
als sie in ihrer Heimat noch unbekannt waren, bereits in Deutschland getourt
sind, sich jedoch seither hierzulande rar gemacht haben. Passenderweise
findet der Abend im Roten Salon statt. Dort, wo seit drei Jahren einmal im
Monat die "Franzosen-Disco" TOUR DE FRANCE rockt - und
Dionysos sind die erklärte Lieblngsband von TDF-DJ Thomas Bohnet.

Dionysos begeisterten schon im Jahr 2000 bei der Popkomm in Köln mit einem
grandiosen Livekonzert und tourten anschliessend durch einige deutsche
Clubs. Leider ging ihr Album "Haiku", das damals beim Hamburger Label "L`Age
D`Or" (Tocotronic, Die Sterne & Co) erschienen war, hierzulande fast
komplett unter. Damals war die Band auch in Frankreich "nur" eine unter
vielen Indiebands. Seither erlebte die Gruppe um den charismatischen Sänger
Mathias Malzieu einen Aufstieg ohnegleichen: mit ihrem vierten Album
"Western sous la neige" und dem Hit "Song For Jedi" wurde die Band
2002/2003 DIE französische Rockband schlechthin. Live füllt man mit
sensationellen, packenden Shows, die ihresgleichen in Europa suchen,
inzwischen 5000er Hallen und gehört bei den französischen Festivals mit zu
den Abräumern Musikalisch verbinden Dionysos, die sich 1993 auf der Schule
kennengelernt und die Band gegründet haben, die rohe Energie des Punk mit
der Leichtigkeit französischer Chansons. Hübsche Spieluhrenmelodien treffen
auf knarzige Gitarren, eine schräge Violine (gespielt von der charmanten
Multiinstrumentalistin Babet Maistre) auf dezente elektronische Klänge.
Ihre Mischung aus Rock und Indie, Punk und Chanson, puren Popmelodien und
gnadenlosen Krachern funktioniert nicht zuletzt live, wo die Fünf über sich
hinaus wachsen. "Monsters In Love" heisst das jüngste, im August 2005
veröffentlichte Album der Band, die sowohl französisch als auch englisch
singt, bei den Fans jedoch keine Sprachprobleme aufkommen lassen sollte. Das
von John Parish (PJ Harvey) produzierte Album ist in seiner comichaften
Düsternis und dem alptraumhaften Charakter nahe an den Filmen Tim Burtons,
was die Band auch live entsprechend umsetzt. In der Bewertung von Dionysos
sind sich die französischen Medien von links bis rechts einig: "Die beste
Gruppe der französischen Szene" schreibt der konservative "Figaro"; ein
"fantastisches Album", stellt das Zentralorgan der Kommunisten, "L´Humanitè"
fest. Im Roten Salon gibt es die einmalige Gelegenheit, die Band in
intimer Atmosphäre zu erleben. Mehr Infos zu Dioynsos unter www.dionyweb.com.

Auch Philippe Katerine, kurz Katerine, war in Deutschland erstmals auf der
Kölner Popkomm zu sehen: im August 1996, damals solo. Er stellt dort sein
drittes Album "Mes mauvaises fréquentations" ("Meine schlechten
Angewohnheiten") vor, das, von der deutschen Polydor verröffentlciht, ein
ähnliches Schicksal ereilte, wie "Haiku" von Dionysos. Die Zeit war noch
nicht reif für französische Produktionen.
Doch auch in seiner Heimat fristete Katerine damals ein Schattendasein.
Dabei gehört er wie Dominique A und auch Yann Tiersen mit zu den wichtigsten
Vertretern und einflussreichsten Vertretern des jüngeren französischens
Pops.
Katerine ist eine schillernde Figur der Szene, der, 1968 in Vendée geboren,
vielseitige Talente hat: Schauspieler, Filmemacher, bildendender Künstler,
Sportler, Komponist, Musiker und Sänger. Ehe er Ende der 80er Jahre mit
Musik angefangen hat, arbeitete er als bildender Künstler und zog mit einem
Lastwagen, Filmprojektor und Filmen durch die französische Provinz, wo er
Filme vorführte. 1992 debütiert er mit dem ersten Album "Les mariages
chinois et la relecture" und sehr minimalistischen Songs. Später schrieb er
auch für andere Musiker, darunter die Godard-Muse Anna Karenina, Françoiz
Breut und seine heutige Partnerin Helena (Noguerra) Lieder. In Frankreich
bekannt wurde Katerina 1999 mit der Single "Je vous emmerde" (die nettere
Übersetzung lautet "Zur Höle mit Dir"). In den letzten Jahren hat er viel
für und mit Film gearbeitet. 2004 brachte er auf Einladung der Zeitschrift
"Les Inrockuptibles" die lustige, inoffizielle EM-Hymne der französischen
Fjussballnationlmannschaft heraus. Das feine Werk "Euro 04", das er zusammen
mit Helena gesungen hat, verhinderte das schmähliche, zu frühe Ausscheiden
der Nationalmannschaft leider auch nicht.
Im vergangenen Oktober ist mit "Robots après tout" auch das sechste Album
von Katerine erschienen, ein Werk, das hierzulande diesen Oktober vom
umtriebigen Berliner Label Bungalow veröffentlicht werden soll. Mehr und
mehr geht er weg vom Image des netten Popschreibers, der sein Heil im reinen
Wohklang sucht. Das Album verströmt Witz und Esprit und hat mit den
ironischen Tracks "Louxor J`adore" und "100% VIP" zwei richtige, funky Hits
drauf. Unter Mithilfe befreundeter MusikerInnen von Helena (singt auf dem
tollen "Numeros"), dem Kanadier Gonzales, den Kollegen Pierre Bondu und
Olivier Libaux (einer der beiden Macher von Nouvelle Vague) ist hier eine
abwechslungsreiche Platte voller inspirierter Popsongs, mit Funk, Rock und
Chanson-Einflüssen gelungen. Düsterer als seine üblichen Arbeiten, manchmal,
wie bei allen Katerine-Alben etwas schratig und merkwürdig daherkommmend,
allerdings weit weniger verquast als das jüngste Werk von Bertrand Burgalat
zum Beispiel. Live darf ein ansprechendes und lustiges Konzert erwartet
werden. Mehr zu Katerine unter www.katerine.net
Donnerstag, 21.09.2006, Einlass: 22 Uhr Berlin, Roter Salon (Popkomm), VVK: EUR 14,00 + Gebühren

5. Neue Platten aus der französischen/francophonen Szene

Charlotte Gainsbourg: 5.55 (Warner Music)
Gerade ist sie im sehr schönen neuen Film von Dominik Moll, "Lemming", zu
sehen, schon ist die Tochter von Serge Gainsbourg und Jane Birkin, nach
langen Jahren wieder als Sängerin aktiv. Eine weitere singende
Schauspielerin, was in Frankreich fast zum guten Ton gehört: ob einst mit
Brigitte Bardot, Jane Birkin oder Jeanne Moreau oder jüngst nach Chiara
Mastroianni, Julie Delpy und Sandrine Kiberlain. Hat die 35-jährige die
knabenhafte Figur von der Mutter, so teilt sie mit ihr auch die eher dünne
Stimme. Was aber erstmal nichts macht. Im Gegenteil. Ihr Vater arbeitete
bekanntermassen lieber mit unfertigen, nicht ausgebildeten Stimmen und kam
da immer zu ganz guten Ergebnissen. So ist auch "5.55" ein sehr schönes
Album geworden. Was auch an den Mitwirkenden liegen mag. So stammen fast
alle Songs aus der Feder der beiden Herren von Air, die dann auch gleich die
Stücke einspielten. Für die Texte zeichneten keine Geringeren als die beiden
brtischen Dandy-Pop-Autoren Neil Hannon (Divine Comedy) und Jarvis Cocker
(Pulp) verantwortlich, beide zudem bekennende Serge-Gainsbourg-Fans.
Herausgekommen sind elf sehr unspektakuläre, eher zart denn zupackende
Songs, die allesamt, bis auf "Tel que tu es" auf englisch gesungen werden.
Für Charlotte kein Problem, wuchs die Tochter der Britin Jane Birkin doch
zweisprachig auf.
Erste musikalische Erfahrungen macht Charlotte Gainsbourg bereits 1983, als
sie, Zwölfjährig, mit Papa den Skandalsong "Lemon incest" einspielte, zwei
Jahre später folgte ihr Debüt "Charlotte forever", das ihr Papa komplett auf
den Leib geschrieben hat. Seit Mitte der Achtziger wurde sie als
Schauspielerin immer bekannter und sammelte diverse Preise ein. Aus den
letzten Jahren war vor allem ihr gemeinsames Stück mit Frankreichs Popstar
Etienne Daho sehr gelungen: 2003 sangen sie gemeinsam das laszive,
grossartige Stück "If", das eigentlich auch auf den LeTour-2-Sampler sollte,
für das wir allerdings damals keine Rechte-Freigabe bekamen. Nun also "5.55"
bei dem nicht nur der Air-artige Titelsong oder die schöne Single "The
Songs That We Sing" gefallen.

Sergent Garcia: Mascaras (Labels France, Virgin/EMI)
Bruno "Sergent" Garcia ist wieder zurück. Nach einem Greatest-Hits-Album ist
"Mascaras" der Nachfolger des letzten Studioalbums "La Semilia Escondida".
Vielseitig wie eh bringt uns das ehemalige Mitglied der Punkband Ludwig von
88 (kennt die noch jemand?/Die Band hatte mal in den Achtzigern auch
hierzulande etliche Fans; ihre Platten wurden damals vom Bremer Weser-Label
vertrieben) zwölf Beispiele seines Salsa-Muffins (Salsa meets Raggamuffin).
Wobei Latino-Stuff wie die Singleauskopplung "Dulce con Chile", die
Salsa-Nummer "Eres tu" und der Cumbia "Yo me voy pa' la cumbia" neben
French-Reggae ("Guantanamo City") und Rap ("Si Solo Fuera Yo Un Pajaro")
stehen. "En este mundo de locos" ist ein Cover der kubanischen Gruppe Sur
Caribe und bei der Ballade "Tantas cosas" singt Sängerin Yaité Ramos im
Duett mit. Gesungen wird auf spanisch und französisch. Produziert wurde die
in Mexico entstandene Platte übrigens von Toy Hernandez, der u.a. auch
bereits mit der mexikansichen Rap-Band Control Machete zusammengearbeitet
hat. Mehr Infos zu Sergent Garcia auf www.sergentgarcia.com

Dominique A: L'Horizon (Le Pop Musik/Groove Attack, VÖ: 13.10.2006)
Das sehr schöne, neue Album von Dominque A wird im Oktober bei unseren
Kölner Kollegen von Le Pop erscheinen. Mehr dazu in einem späteren
Newsletter.

In den vergangenen Monaten erschienen und hier schon vorgestellt:
Vaguement La Jungle: aie, aie, aie (Sterne, NRW Records/NRW Vertrieb)
Le P'tit Jézu: Martinegro (Sterne/NRW Records)
Hush Puppies: The Trap (Diamondtraxx/Faith Recordins/RTD)
Anais: The Cheap Show (V2)
Le Maximum Kouette: Et Alors (Emma Production/AZ/Polydor)
Feist: Open Season – Remixes And Collabs (Polydor)
Jérémie Kisling: Le Ours (Naive Germany/Indigo)
Raphael: Caravane (Virgin/EMI)
Camille: Live au Trianon (Labels France/EMI)
Nouvelle Vague: Bande A Part (PIAS)
Zimpala: Honeymoon (Platinum/Légère Recordings)
The Truffauts: Tous les dimanches (TP9 Records/RTD)
Les Hurlements D`Leo: Temps Suspendu (Wagram)
Emily Loizeau: L`Autre Bout Du Monde (Fargo Frankreich)
Debout Sur Le Zinc: Les promesses (SARL/Wagram France)
Hushpuppies: The Trap (Faith Recordings/RTD)
Rhesus: Sad Disco (PIAS)
Oshen: Don Juan (V2 France)
Matmatah: Archie Kramer (La Ouache)
Christophe Mali: Je vous emmène (SonyBMG France)
Phoenix: It`S Never Been Like That (Source/Virgin/EMI)
Sandrine Kiberlain: Manquait plus qu`ça....(Virgin/EMI)
Elli Medeiros: For You (V2 Frankreich)
Bikini Machine: Joue Dutronc (Lég’ère Recordings/Our Distribution)

5. Verlosung
Diesesmal verlose ich 2 Exemplare des wunderschönen neuen Albums von
Charlotte Gainsbourg, "5:55". Wer eine CD gewinnen möchte schicke mir eine
kurze Mail mit dem Betreff Charlotte! Mehr Infos zum Album unter Punkt 4
"Neue CDs".

6. Franzosen-Acts live auf Tour
Einen schönen Überblick über die Konzerte französischer und frankophoner
Acts bietet die Seite des Berliner Exportbüros: www.french-music.org/concerts

Dionysos und Katerine
Ich sag mal: Europas beste Liveband nach langer Zeit endlich mal wieder in
Deutschland. Dionysos werden exklusiv bei einem Tour de France-Special
während der Popkomm im Roten Salon in Berlin spielen. Während die Band in
Frankreich locker Tausender-Hallen füllt, ist sie nun bei uns, im kleinen
Club-Rahmen zu sehen. Mit dabei ist der nicht minder geschätzte Katerine mit
seiner Band. Im Anschluss an die Konzerte geht die TOUR DE FRANCE mit DJ
Thomas Bohnet weiter. Der VVK an allen bekannnten Vorverkaufsstellen läuft
bereits!
21.09. Berlin, Roter Salon, TDF Special bei der Popkomm, Einlass: 22 Uhr ,
Beginn: 23 Uhr

French Showcases @ Popkomm Berlin
Während der Musikmesse Popkomm in Berlin finden in verschiedensten locations
vom 20 bis 22. September Konzerte mit französichen/frankophonen Acts statt:
alle Infos auf www.popkomm.de Hier eine kleine Auswahl der Shows bei der
Popkomm:
Internationale Nacht des Chansons mit u.a. Brisa Roche, Lola Lafon et Leva,
Grüner Salon, Mi, 20.9.
Watcha Clan, Kato, Mi 20.9.
Dillinger Girl & Baby Face Nelson, dahinter verbergen sich Héléna und "Little Rabbit" Federico Pelegrini, die sich hier ganz im Stile von Gainsbourg/Bardot als 60s Fans outen, 103, Mi, 20.9.
Dionysos, Katerine, Roter Salon, Do 21.9.
Louis Bertignac (einer der beiden treibenden Kräfte hinter Téléphone; hat zudem Carla Brunis Debüt produziert), Kulturbrauerei, Fr 22.9.
Babylon Circus, Arena, Fr 22.9.

Les Cameleons
Ska-Rock, der französisch und spanisch gesungen wird. Mehr auf www.legrouplescameleons.free.fr
06.09. Münster, Gleis 22
07.09. Hannover, Bel Chez
08.09. Wilhelmshaven, Kling Klang
09.09. Kiel, Alte Meierei
10.09. Hamburg, Fundbureau
15.09. Bochum, Bahnhof Langendreer
16.09. Marburg, Trauma im G-Werk
18.09. Reutlingen, Café Nepomuk
20.09. Erlangen, E-Werk
21.09. Fulda, Kulturkeller
22.09. Frankfurt, Exzess

Corinne Douarre
Die Französin lebt in Berlin und schreibt und singt sehr schöne, eher
traditionelle Chansons. Corinna tritt live mit 2 Musikern (Gitarre+Oud und
Keyboards) auf. Mehr Infos auf www.douarre.de
09.09. Magdeburg, Feuerwache
15.09. Schwerin, Freilichtbühne ("Laut und lachend gegen Nazis", mit u.a. Deichkind, Brothes Keepers)
14.10. Berlin, Café Theater Schalotte ("Festival Herbstblätter", mit u.a. Katharina "Rainbirds" Franck, Ulla Meinecke)
29.10. Berlin, Ballhaus Mitte, Chansonfest
17.11. Saarbrücken. Bel Etage

Rhesus
Recht gutes, englisch singendes Trio aus Grenoble, die in Frankreich bereits
hochgehandelt werden. Schönes Debütalbum "Sad Disco" und nette Liveband.
Mehr auf www.rhesus-web.com
15.09. CH-Fribourg, Frison
27.09. LUX-Esch sur Alzette, Rockhal
28.09. Frankfurt, Das Bett
29.09. Dortmund, Bakuda Club
30.09. Münster, Club 22
01.10. Trier, Forum
03.10. Köln, Kulturkirche
04.10. Oldenburg, Amadeus
05.10. Hamburg, Astrastube
06.10. Cottbus,Gladhouse
07.10. Berlin, Kalkscheune

Louis Bertignac
Einst war er einer der beiden Songwriter der franzöischen Rock.- und
New-Wave-Band Téléphone, zuletzt machte er als Songschreiber für das
brillante erste Carla-Bruni-Album auf sich aufmerksam. Doch auch die eigenen
Songs sind nicht von schlechten Eltern, wie er auf dem jüngsten Soloalbum
"Longtemps" beweist. Ob nun der kleine Hit "Je joue" oder "Les Froleuses",
bei dem er im Duett mit Carla Bruni zu hören ist.
22.09. Berlin, Alte Kantine (Popkomm)
01.12. Saarbrücken, Garage
12.12. München, Monofaktur weitere Daten folgen

Hushpuppies
27.09. München-Atomic Café

Babylon Circus
Multi-Kulti-Punks aus Lyon, deren wilde Mixtur aus Punk, Rock, Ska, Chanson
und diversen Folkloren live begeistert. www.babyloncirucs.net
22.09. Berlin, Arena (Popkomm)

Velvet Condom
29.09. München, Prager Frühling

Khaled
Der König des Rai mit einem exklusiven Konzert in Köln.
29.09. Köln, Philharmonie

Le Maximum Kouette
Die siebenköpfige Formation (4 Mädels und 3 jungs) kannte ich bisher nur vom
Mano-Negra-Covervallum "illegal", wo sie deren "Out Of Time Man" sehr schön
bearbeitet haben. "Et alors" ist wohl schon das dritte Album der einstigen
reinen Mädels-Band, die schon Mitte der 90 Jahre in den Pariser Bars, neben
damals ebenfalls noch unbekannten Acts wie Louise Attaque und La Grande
Sophie positiv aufgefallen sind. Was wohl vor allem an den Livequalitäten
der Band liegt, die sich nach einiger Zeit ein paar Jungs in die Gruppe
geholt hat. Ihr Album "Et alors" rockt jedenfalls richtig schön und einige
der Songs sind geradezu fantastisch. Ob nun mein Liebling "Karen" mit seinen
satten Bläsern, das hardrockige "Et alors", das spanisch angehauchte "La
nonchalance" oder "Amercian Way Of Life", von dem ich immer noch glaube,
dass es eine Coverversion ist (Cardigans?), ich jedoch keinen Hinweis darauf
finden konnte. Trotz einiger schwächerer Titel eine feine Platte. Diese Band
möchte man gerne mal live sehen, was man im Oktober in Deutschland tun kann.
Mehr auf www.maximumkouette.com
03.10. Jena, JB Stadtmitte
04.10. Kassel, Schlachthof
05.10. Berlin, Kato
10.10. Marburg, Trauma im G-Werk
13.10 Saarbrücken, Garage

Sergent Garcia
Salsa, Latin und Raggamuffin – der Sergent ist live immer klasse. Jüngst ist
mit "Mascara" sein neues Studioablum erschienen: siehe auch CD-Tipps.
05.10. München, Muffathalle

Cesaria Evora
Die Stimme der Kapverden. Grossartig. Mehr Infos auf www.tropical-music.com
22.10. Hamburg, Laeiszhalle
23.10. Berlin, Tempodrom
24.10. München, Philharmonie
18.11. Dortmund, Konzerthaus

Louise Attaque
Frankreichs beliebteste Rockband mit zwei exklusiven Konzerten in Deutschland.
23.10. Berlin-Columbia Club
24.10. Köln-Kantine

Phoenix
Klasse Liveband: die englisch singenden Franzosen mit sehr gutem neuen Album
und alten Hits.
01.11. Hamburg, Docks
02.11. Berlin, Kulturbrauerei
03.11. Bochum, Zeche
04.11. Köln, Live Music Hall
06.11. Frankfurt, Cocoon Club
07.11. Leipzig, Werk 2
08.11. München, Backstage
09.11. Mannheim, Alte Feuerwache

Souad Massi
Wunderschöne Lieder zwischen Chanson, arabischen Klängen und Folk. Die
Algerierin ist eine Mittlerin zwischen den Welten.
07.11. München, Ampere
09.11. Frankfurt, Brotfabrik
10.11. Leverkusen, Jazztage
12.11. Berlin, Kesselhaus

Amadou & Mariam
Das blinde Sängerpaar aus Mali ist live etwas ganz besonders, wie gerade
erst beim Paleo-Festival in Nyon gesehen. Ihre Zusammmenarbeit mit Herbert
Grönemeyer beim WM-Song dürfte die Beiden auch beim breiten, von Weltmusik
ansonsten unbeleckten Publikum bekannt gemacht haben.
13.11. München, Muffathalle

Dahlia
14.11. Mainz, Caveau
15.11. Saarbrücken, Garage
16.11. München, Monofaktur
17.11. Schorndorf, Manufaktur
19.11. Bremen, Sendesaal Radio Bremen
20.11. Berlin, Kulturbrauerei
23.11. Magdeburg, Feuerwache
24.11. Rostock, Mau

7. Buchtipp
Dieter Köhler: "La Welsch Music – Chanson, Pop und Rap aus der Westschweiz"
(Christoph Merian Verlag 2006, 150 Seiten, mit Musik-CD, sFr 49,00/EUR 32,00
Der deutsch-schweizer Journalist Dieter Kohler war fünf Jahre (2000-2005)
lang Westschweiz-Korrespondent des öffentlich-rechtlichen Senders DRS 3 und
hat dort einen sehr guten Einblick in die Musikszene des
französischsprachigen Teil des Landes gewonnen. In seinem Buch porträtiert
er nun die wichtigsten Vertreter der aktuellen Szene der Romandie, einer
Szene, die international beeinflusst und regional verankert ist – was auch
der Terminus La Welsch Music ausdrücken soll.
Querschnittsmässig hat der 45jährige Journalist hier 13 musikalische
Vertreter aus den Bereichen Rock, Pop, Chanson und Electronic ausgesucht,
die ausführlicher vorgestellt werden und in beiliegender CD auch jeweils mit
einem Song zu hören sind. Die meisten Acts werden dem deutschen Hörer nichts
sagen – wobei auch der eine oder andere bekannte Name dabei ist. Der Genfer
Songwriter Polar etwa, der mit bürgerlichem Namen Eric Linder heisst, in
Irland aufgewachsen ist und heute zwischen Paris und Genf pendelt. Polar war
vor zehn Jahren mit seinem Chanson-Pop (damals noch englischsprachig) auch
in Süddeutschland recht bekannt. Inzwischen singt er französisch und wird
u.a. von seinen französischen Freunden Cali, Miossec und Alain Bashung
protegiert. Oder der fantastische Jeremie Kisling, den ich in diesem
Newsletter schon oft gelobt habe. Kisling wurde in Frankreich vom Label
Naive gesignt, der Plattenfirma, die auch Carla Bruni entdeckt hat. Zwei
Alben sind bislang erschienen. Als Nouvelle-Chanson-Talent wird der
charmante K gehandelt, dessen Live-Show mich unlängst in Bourges beeindruckt
hat. Französischen HipHop repräsentieren die in der Schweiz populären Stress
und Chakal & Le Spectre. Wo die Sängerin Laurence Revey in Electro-Pop
macht, kommen Stephane Blok & Leon Francioli experimentelter daher und steht
das Frauentrio Norn für Ethnosound.
Die bekannteste Welsch-Schweizer Band, die Industrial-Rock-Vorreiter The
Young Gods werden im Buch kurz porträtiert, ebenso wie Favez. Hierzulande
sind sicherlich auch die grossartigen Rapper Sens Unik bekannt, die sich
leider inzwischen augeflöst haben und im Buch nicht vorkommen. Ebensowenig
wie die beiden grossen welschen Rockbands der Achtziger Jahre: die Needles
und Les Maniacs aus Genf, die damals mit packenden Liveshows den sogenannten
"Röschti-Graben" zwischen der Romandie und der Deutsch-Schweiz zugeschüttet
haben. Aus den Maniacs ging in den Neunzigern die grandiose und sehr
eigenwillige Band Dead Brothers hervor, die auch in Deutschland viele Fans
hat und im Buch leider nicht auftaucht – gleichwohl demnächst wieder auf
Tour ist.

8. Playlist (nicht nur französisches)

Die Aeronauten: hier: Die Aeronauten....eine meiner Lieblingsband. Aus der
Schweiz und zu Unrecht nicht ganz ganz gross. Nach längerer Pause endlich
wieder ein neues Album mit potentiellen Hits wie "Hey, Ozonloch", "Punks
nicht tot" oder "Junge Herzen gehen frei".....von den Aeronauten stammt auch
das wunderbare Cover von France Galls "Poupée....." auf LeTour 1.

VA: In Prison – Afro-american Prison Music From Blues To HipHop. Jonathan
Fischer und Ian Ensslen haben hier einen sehr spannenden Sampler
zusammengestellt. Schwarze Gefängnismusik zwischen Rap der Brand Nubian,
2Pac oder Lifers Group und Blues bis zum Soul von Curtis Mayfield und den
Temptations.

Yo La Tengo: I Am Not Afraid Of You And I Will Beat Your Ass....eines der
besten Alben in der 22jährigen Bandgeschichte des genialen Trios aus Hoboken
im US-Bundesstaat New Jersey

The Kooks: Inside the Kooks... eine der besseren jungen Bands

iLiKE TRAiNS: Progress Reform......ungewöhnliche britische Eisenbahner-Band
(man tritt in alten Railway-Uniformen auf) und zelebriert die Schwermut mit
ausgesprochender Leichtigket. Joy Division lassen grüssen...klasse
Mini-Album

The Zutons: Tired Of Hanging Around....zweites Album der Liverpooler Band.
Für einmal kein typischer neuer Brit-Pop von dürren Briten sondern
kraftvoller Soul-Punk, -Rock im Stile von Sly & The Family Stone meets Dexys
Midnight Runners und die Talking Heads. Live auch sehr gut. So was wie die
Soul-Ausgabe der Kings Of Leon oder Strokes. Gut geklaut jedenfalls...

Peter Licht: Lieder vom Ende des Kapitalismus........intelligente und auch
poppige deutschsprachige Songs des vielseitigen Künstlers

Stiller Has: Geisterbahn......grandiose, hochdeutsch und schwyzerdütsch
singende Band aus Bern um den genialen Frontmann Endo Anaconda.

Eagle*Seagull: dito....neues Signing des Hamburger Labels L`Age
D`Or....verschrobener Indie-Rock aus Nebraska, gleich um die Ecke von Bright
Eyes & Co

Kante: Die Tiere sind unruhig......nach Blumfeld nun auch die anderen
Hamburger: zurück zur Natur mit deutschen Texten

Hushpuppies: The Trap
Phoenix: It`S Never Been Like That...zweimal klasse Rock aus Frankreich mit
englischen Texten

The Triffids: Born Sandy Devotional.....Re-Release des besten Albums (1986)
dieser grossartigen australischen Band...breitwandige Gitarren-Pop-Epen

Charlotte Gainsbourg: 5:55.....zarte, englischsprachige Popsongs von Serge
und Janes Tochter

The Divine Comedy: Victory For The Comic Muse....immer etwas überdrehter,
barocker Brit-Pop vo m nordirischen Pfarrerssohn Neil Hannon und seiner Band

TV On The Radio: Return To Cookie Mountain...auf diesen Multi-Kulti-Rock
können sich im Moment alle intellektuellen Rockhörer einigien...nicht ganz
zu Unrecht

Sonic Youth: Rather Ripped...unspektakuläres, packendes Alterswerk der New
Yorker Noise-Vorreiter

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Thomas Bohnet
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